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Neuigkeiten - Wissenswertes

AIDS update:
Auszug aus der Broschüre herausgegebn von DIE QUADRATUR,
mit Unterstützung des Pulmolog. Zentrum und GlaxoWellcome Pharma GmbH zum Thema

aids-update Broschüre

POSTEXPOSITIONELLE PROPHYLAXE
Verhalten nach Exposition im Verletzungsfall (Erstmaßnahme): Postexpositionelle Prophylaxe (PEP):
Maßnahmen bei Kontakt der Haut mit Blut (oder anderen möglicherweise infektiösen Körperflüssigkeiten):
  • Sofort unter fließendem Wasser gründlich abspülen und anschließend mit Wasser und Seife waschen.
  • Mit Einmalhandtuch abtrocknen.
  • Viel Haut-Desinfektionsmittel mindestens 30 Sekunden lang einwirken lassen (und danach nicht sofort mit Wasser abspülen).

Maßnahmen bei Kontakt der Schleimhaut mit Blut:

  • Schleimhäute (Mund, Augen) sofort und ausgiebig mit Wasser spülen (ev. mit einem schleimhautverträglichen Desinfektionsmittel)

Maßnahmen bei Verletzungen (Nadelstiche, Schnittwunden):

  • Blutung induzieren, d.h. Wunde sofort und ausreichend lange (mehrere Minuten) auspressen und mit Haut-Desinfektionsmittel oder (falls Desinfektionsmittel nicht gleich bei der Hand) mit Wasser ,,ausschwemmen" und zwar ohne Rücksicht auf Schmerzen.
  • Kontaktperson ist HIV-positiv.
  • Kontaktperson mit Risikoverhalten und es wurde eine relevante, tiefe Verletzung gesetzt (z.B. mit einer blutig tingierten Hohlnadel) (bis zum Vorliegen weiterer Befunde — PCR).

Wann

Im Idealfall innerhalb von 1—2 Stunden, möglichst innerhalb von 48—72 Stunden. Bei gesicherter, relevanter Exposition: Beginn auch zu einem späteren Zeitpunkt (möglichst früheTherapie einer etwaigen akuten HIV-Infektion).

Womit

  • Retrovir 2x 300 mg/Tag
  • Epivir 2x 150 mg/Tag
  • Crixivan 3x 800 mg/Tag

Wie lange:

  • 4 Wochen

Werden bei der HIV-positiven Kontaktperson Resistenzen gegen eines oder mehrere dieser Medikamente vermutet, so muß die postexpositionelle prophylaktische Therapie entsprechend modifiziert werden.


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